Terrarium-Überwachung mit Raspberry Pi und KI

Terrarium-Überwachung mit Raspberry Pi und KI

Technik & Terrarium 13.09.2025

Mit einem Raspberry Pi, Kamera, Cronjob und einem KI-Prompt habe ich eine smarte Terrarium-Überwachung entwickelt. Alle zwei Stunden werden Aufnahmen gemacht, ausgewertet und Besonderheiten automatisch gemeldet.

Terrarium-Überwachung mit Raspberry Pi und KI

Wer sagt, dass Terraristik und moderne Technik nicht zusammenpassen? In unserem Projekt habe ich mit einem Raspberry Pi 4B, einer Kamera und ein wenig KI-Magie eine automatische Überwachung für unsere Malacochersus tornieri umgesetzt.

Raspberry Pi + Kamera = smarte Basis

Der Raspberry Pi übernimmt die Rolle des Herzstücks. Angeschlossen ist eine Kamera, die regelmäßig Schnappschüsse aus dem Terrarium erstellt. Diese Bilder werden nicht nur gespeichert, sondern direkt an eine KI zur Auswertung übergeben. Dadurch können wir nachvollziehen, ob die Tiere aktiv sind, sich Futter bewegt oder ob alles ruhig bleibt.

Cronjob – alle zwei Stunden ein Blick ins Terrarium

Damit das Ganze zuverlässig läuft, habe ich einen Cronjob eingerichtet, der alle zwei Stunden automatisch ein Python-Skript startet. Dieses Skript macht ein Foto, speichert es und übergibt es an die KI. So entsteht eine lückenlose Dokumentation ohne dass ich manuell eingreifen muss.

# Beispiel: Crontab-Eintrag
0 */2 * * * /usr/bin/python3 /home/pi/tortoises/analyze_and_alert.py

Der Befehl sorgt dafür, dass alle zwei Stunden (immer zur vollen geraden Stunde) ein Foto analysiert wird. Sollten (negative) Besonderheiten erkannt werden, erhalte ich eine Benachrichtigung direkt aufs Smartphone.

KI-Prompt für die Bildanalyse

Der spannendste Teil ist natürlich die Bildauswertung durch KI. Mit einem clever formulierten Prompt entscheidet das Modell, ob die Aufnahme auffällige Bewegungen oder interessante Szenen enthält. Hier ein vereinfachtes Beispiel, wie der Prompt in Python eingebaut ist:

prompt = f"""
Analysiere das folgende Terrarium-Bild/Frühbeet-Bild der Spaltenschildkröten. Du bist Tierpfleger.
Achte auf:
- Bewegung (Tier krank)
- Auffällige Veränderungen im Umfeld (Futterplatz, Pilze)
Gib ein kurzes Fazit aus. Priorisiere die Nachricht mit INFO, WARNING, ERROR, CRITICAL - nach eigenem ermessen. 
"""

Das Bild wird also zusammen mit diesem Prompt an das KI-Modell übergeben, und die Antwort wird anschließend in meinem Logfile gespeichert. Gleichzeitig kann bei bestimmten Schlüsselwörtern eine Telegram-Benachrichtigung oder eine E-Mail ausgelöst werden.

Fazit – Technik trifft Terraristik

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie moderne Technik die Terraristik bereichern kann. Mit dem Raspberry Pi, einem einfachen Cronjob und einem gut durchdachten KI-Prompt lässt sich eine intelligente Überwachung realisieren, die sowohl Zeit spart als auch für spannende Einblicke sorgt.

Natürlich steckt hier noch viel Experimentierarbeit drin, aber schon jetzt macht es Freude zu sehen, wie die Verbindung aus Reptilienhaltung und KI neue Möglichkeiten eröffnet.